Häufig gestellte Fragen


Gibt es Krankenkassen für Tiere? 

 

Selbstverständlich können Sie ihr Tier krankenversichern lassen (Hund, Katze).  

Lassen Sie sich bei der Versicherung über die jeweiligen Versicherungsbedingungen beraten, oder sprechen Sie uns an.

 

                                   Zweite Meinung? oder Tierarztwechsel?

 

Bei einer zweiten Meinung oder einem Tierarzt Wechsel. Wichtig ist, dass alle Unterlagen, Blutergebnisse , Medikamenteplan, Auszug der Krankenakte unbedingt mitgebracht werden sollen, sonst werden wir die Behandlung verweigern, weil wir den Patienten nicht kennen oder wir von vorne mit den Untersuchungen anfangen müssen.

Ein Hinweis zum Kostenvergleich in Tierarztpraxen.

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich jedoch unbedingt über den Leistungsumfang informieren, den die Praxis Ihnen bietet. Vermeintlich identische Leistungen unterscheiden sich häufig in entscheidenden Details, z. B. Qualifizierung und Fortbildungen des Praxis-Personals, räumliche Ausstattung, Qualität und Art der Narkose, Überwachung der Narkose und der Aufwachphase.

 


Wie schnell bekomme ich einen Termin?

 

Wir ermöglichen Termine immer zeitnah (am selben Tag oder am folgenden Tag), Operationen bedürfen manchmal wenige Tage Vorlauf. Grundsätzlich werden akute Notfälle bevorzugt versorgt. Wir haben die telefonische Erreichbarkeit stark eingeschränkt bzw durch die rund um die Uhr Termeinverwaltung im online Service, zum größten Teil ersetzt. Die Damen am Telefon können sowieso keine Diagnose stellen und keine Empfehlung geben, denn sie sind keine Tierärzte. Ein Tierarzt kann und darf auch am Telefon keinen beraten, weil für die Beratung muss das Tier vorher untersucht werden. Also nutzen Sie bitte unsere online Terminbuchungsfunktion die Ihnen rund um die Uhr für Termin buchen, Termin stornieren und Termin verschieben zur Verfügung steht,wenn Sie dies tun, dann ersparen Sie uns Zeit und wir können uns ganz auf die Behandlung konzentrieren. DANKE !!!!!!Bei einem Termin werden alle Fragen detailliert mit dem Tierarzt besprochen und all Ihre Fragen werden gründlich vom Tierarzt beantwortet.

 

 

Darf ich bei der Behandlung mitentscheiden weil ich im Internet darüber gelesen habe?

  

Nein , Natürlich und selbstverständlich Nicht! 

 

Ich darf und kann die Tiere ohne ihre Hilfe behandeln weil ich studiert habe, weil ich die verantwortung für die Behnadlung übernehme, weil ich mich ständig fortbilde so dass ich versuche immer  auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand zu bleien, und weil ich  die dazu gehörige Berufserfahrung habe.

    Ich über mich und aktuelle Fortbildunge

 

Warum der Kunde bei mir NICHT König ist

 

Die Aussage »Bei uns ist der Kunde König« gefällt mir nicht.

Und das direkt aus zwei Gründen. Es ist eine abgenutzte Worthülse und damit als Aussage wertlos. Und wollen Menschen wirklich eine demütige Haltung ohne Mitdenken und Klartext?

Meine Wunschkunden wollen das nicht!
Das Wunschbild von König und Diener funktioniert heute nicht mehr. Was macht das Miteinander von König und Diener aus? Gehorchen. EhrFURCHT. Keine Widerrede. Bloß kein Klartext. Kein eigenes Denken. Der Diener ist Untergebener und lässt alles mit sich machen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich als Dienstleister so nicht behandelt werden möchte. Der Kunde will das so auch nicht. Er will eine ECHTE Kundenorientierung.
Was glauben Sie, würden meine Kunden mit mir machen, wenn ich als Tierarzt zu allem Ja und Amen sage? Wenn ich nicht Klartext spreche? Wenn ich nicht widerspreche? Oder auch mal gepflegt in den Allerwertesten trete? Sie würden mir zurecht keinen Euro dafür zahlen. Denn echte Kundenorientierung nutzt dem Kunden. Und spricht nicht leer nach dem Mund.Und das erwarte ich in jedem Segment. Der Maurer, der mir sagt, dass wir die Wand jetzt besser nicht einreißen sollten. Der Arzt, der mir bei meiner »das wird schon von alleine wieder« Haltung widerspricht. Der Rechtsanwalt, der mir davon abrät, die aussichtslose Klage unbedingt führen zu wollen.
Die Absicht hinter der Aussage »Bei uns ist der Kunde König« klingt erst mal lobenswert. Schließlich will ich als Kunde im Mittelpunkt stehen und eine erstklassige Behandlung erhalten. ABER: Das Wunschbild von König und Diener funktioniert heute nicht mehr.


Praxisorganisation

Um auch bei starker Auslastung einen reibungslosen Praxisablauf zu gewährleisten, sind einige organisatorische Regelungen erforderlich.

Vermeiden Sie möglichst bei weniger dringlichen Anliegen den Montag.
Wir können diese aufgrund des hohen Zeitbedarfes leider nicht mehr “zwischendurch” bearbeiten.

Kinderwagen, oder ihre mehrere  Begleiter

…aus Platzgründen bitte nicht mit ins Wartezimmer  bzw in den Behandlunsraum nehmen.(wir lassen max. 2 Personen in den Behandlungsraum)

Trotz alledem…

…bemühen wir uns natürlich jeden Tag aufs Neue, Ihren Aufenthalt in unserer Praxis so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ihr Praxisteam.

 

Sind Hausbesuche möglich?

 

Ist  Ihr Tier nicht transportfähig, kommen wir auch zu Ihnen nach Hause.


Allerdings ist zu bedenken, dass wir bei einem Hausbesuch in die vertraute Umgebung des Tieres eindringen

und ängstigen es unter Umständen an dem Ort in dem es sich eigentlich sehr wohl fühlt. Daher muss sich die Entscheidung für einen Hausbesuch sehr gut überlegt sein. 

Hinzu kommt, dass bei einem Hausbesuch nicht die optimalen Voraussetzungen zur Diagnostik, wie in der tierärztlichen Praxis, vorhanden sind. 

                                                        Hilfe im Notfall

 

Was ist ein Notfall? Eine allgemeingültige Definition dafür, was ein Notfall ist, gibt es in der Tiermedizin nicht.

Wichtig ist, dass jeder Zustand Ihres Tieres, den Sie von ihm so nicht gewohnt sind, genau beobachtet werden sollte.

 

Trotz der Notfallsituation sollten Sie immer ruhig und besonnen bleiben. Ihre Unruhe überträgt sich auf Ihr Tier. Bei Schmerzen oder Angstzuständen können Tiere dann auch die ihnen vertrauten Personen beißen!

 

Bei Notfällen macht ein Hausbesuch keinen Sinn! Haben Sie also bitte Verständnis dafür, dass Sie dann zu uns in die Praxis kommen müssen.

Wir versuchen gerne sofort zu helfen.
Bitte benachrichtigen Sie uns daher auf jeden Fall vorher telefonisch, denn nur so können wir uns optimal auf die jeweilige Situation vorbereiten.

 

                                                                  Fundtiere

 

Wenn Sie ein Fundtier haben wenden Sie sich bitte an  Tierheim Heidenheim an der Brenz  Telefon: 07321 41100

sie haben eigenen Tierarzt. Wenn sie dort keinen erreicht haben, rufen Sie uns an, selbstverständlich wir lassen das Tier nicht im Stich und werden jederzeit helfen.

 

 

Behandlungskosten auserhalb der Öffnungszeiten-über das Doppelte !!!!!!!

 

Probleme beim tierärztlichen Notdienst

Dr. med.vet. Viola Hebeler

Schreck am Abend… Der Hund ist krank! Tierbesitzer merken es immer öfter, es ist nicht mehr so einfach, für einen „tierischen“ Notfall nachts oder am Wochenende tierärztliche Hilfe zu bekommen. Tierarztpraxen haben geschlossen, bei Anrufen erreicht man nur die Mailbox, und auch bei der Tierklinik im Nachbarort (die seit neuestem Tiergesundheitszentrum heißt) ist keiner mehr da.

Was ist da passiert? Tierärzte sind doch dazu da, Tieren zu helfen, wenn Not am Mann ist - und wie weiland James Herriot - ständig und immer. Oder nicht?

Im Grunde hat das Problem mehrere Ebenen, die sich seit neuestem unglücklich addieren.

Arbeitszeitgesetz

Ständigen Notdienst anzubieten, ist für Praxen mit Angestellten fast unbezahlbar geworden. Ein neues Urteil zum Arbeitszeitgesetz hat eine unerfreuliche Tatsache in den Fokus gebracht, die seit Jahrzehnten gern übersehen wurde. Angestellte Tierärzte, die Notdienst leisten, also nachts oder am Wochenende arbeiten, bekamen fast nie die vorgeschriebene Ruhezeit von 11 Stunden nach einer solchen Schicht. Um diese Ruhezeit aber gewährleisten zu können, müssen natürlich mehr Tierärzt/innen eingestellt werden.

Das aber, rentiert sich nicht. Nun könnte man argumentieren, dann muss so eine Leistung eben durch andere Leistungen quersubventioniert werden, und, quasi als Dienst am Kunden, zu nicht kostendeckenden Tarifen angeboten werden. Dies jedenfalls, ist die Einstellung vieler Tierbesitzer.

Leider ist es seit Jahrzehnten stetig schlechter um die wirtschaftliche Lage der deutschen Tierärzte bestellt, so dass jetzt einfach kein Spielraum mehr ist. Ein Blick auf die Statistik der Durchschnittseinkommen verschiedener Berufe zeigt dies überdeutlich.


Rentabilität

Tierärzte dürfen in Deutschland nur innerhalb eines gesetzlich festgesetzten Gebührenrahmen abrechnen. Dieser Rahmen wird vom Umweltministerium nach Absprache mit den großen Tierhalterorganisationen (Bauernverband, Verband für das Deutsche Hundewesen und die Deutsche Reiterliche Vereinigung) festgesetzt. Die letzen Gebührenerhöhungen waren 1998, 2008 und 2017, jeweils um 10 oder 12 Prozent. Das deckte noch nicht einmal die Inflation, von den jahrelangen Vorfinanzierungen bis zur nächsten GOT-Erhöhung ganz abgesehen, und es heißt konkret, dass der tierärztliche Gewinn seit 20 Jahren stetig gesunken ist. Von einem Beruf mit gutem Image, hoher Stundenzahl aber ordentlichen Verdienstmöglichkeiten scheint nur die Stundenzahl geblieben zu sein.

Bei den Verhandlungen zur tierärztlichen Gebührenordnung werden Interessen von Tierhaltern regelmäßig über das berechtigte Interesse der Tierärzte gestellt. Bei den letzten Verhandlungen gestand der zuständige Minister zu, dass eine 20%ige Erhöhung durch den Anstieg der Grundkosten (Miete, Personal, Ausstattung, Energie, etc.) sachlich absolut berechtigt sei, er aber nur einer 12%igen Erhöhung zustimmen könne, damit Tierhalter nicht abgeschreckt würden, mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen.

Da Tierärzte sich nicht wehren, sondern wie ihre Patienten still leiden, gab es durch die jahrzehntelang sinkende Rentabilität lange Zeit nur interne Verschiebungen. Die Gewinne und damit die Einkommen der Praxisinhaber sanken seit den 80ern langsam, aber stetig, und die Gehälter der Angestellten gingen denselben Weg.
Viele (schlecht bezahlte) angestellte TierärztInnen suchten den Weg in die Selbständigkeit in der Hoffnung, das eigene Einkommen dadurch zu verbessern. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der Praxen wesentlich, aber natürlich verteilte sich das Patientenaufkommen auch entsprechend, so dass für jede Praxis letztendlich im statistischen Mittel weniger übrig bleibt, während Grundkosten wie Miete, Energie und Personal stetig stiegen.
Auf einen Rechnungsbetrag von 100 Euro müssen Tierbesitzer noch 20 Euro Mehrwertsteuer zahlen, aber am Ende bleiben für den Praxisinhaber im nach Abzug aller Unkosten, Sozialabgaben und Steuern lediglich 8 bis maximal 16 Euro übrig. Davon kann man keine großen Sprünge machen.

Für eine Erhöhung der Personaldecke, um das Arbeitszeitgesetz einhalten zu können, reicht der Umsatz in immer mehr Praxen und Kliniken nicht mehr aus. Und die Praxen, die dringend einstellen wollen, finden keine Tierärzt/innen mehr, die im Schichtdienst arbeiten wollen, wie es eine Rund-um-die-Uhr Versorgung erfordert. Für ein realistisches Gehalt von 2000 bis 3000 Euro will heutzutage niemand mehr nachts und am Wochenende arbeiten.

Wer jetzt entsetzt ist, frage sich kritisch, ob er bereit wäre, mehr Geld beim Tierarzt zu bezahlen. Im Gegensatz zu fast allen anderen westeuropäischen Ländern ist Tiermedizin in Deutschland tatsächlich sehr billig.

Work-Life-Balance

Für den Zusammenbruch des Notdienstsystems gibt es aber noch mehr Gründe als das schnöde Geld allein. Seit vielen Jahren ist Tiermedizin zu einem fast ausschließlich weiblichen Beruf geworden. 9 von 10 Absolventen sind Frauen. Für diese ist der Familienalltag wichtiger als für Männer. Familienfreundliche Arbeitszeiten, Teilzeitstellen, aber auch kleine Praxen, die wegen der Kinder nur wenige Stunden täglich geöffnet sind, sind inzwischen prägende Einflüsse in der Berufslandschaft.
Work-Life-Balance ist das Schlagwort des Jahrzehntes geworden. Der tierärztliche Nachwuchs ist es schlicht leid, für ein Butterbrot überdurchschnittliche Dienste in einem fachlich und emotional extrem anspruchsvollen Job zu leisten.

Und die Praxisinhaber?

Aber halt, da gibt es doch noch die Praxisinhaber, für die kein Arbeitszeitgesetz gilt. Warum machen die nicht den Notdienst und helfen den Tierbesitzern in Not, wozu sie ja eigentlich moralisch verpflichtet sind?

Hier ist es vielleicht an der Zeit, sich den normalen Tagesablauf einmal zu vergegenwärtigen. Auf einen Notdienst, also nächtliche Bereitschaft und Versorgung von Notfällen, folgt für einen selbständigen Tierarzt kein Ruhetag, sondern es geht jeden Morgen, wie gewohnt, mit der normalen Arbeit weiter. Gleiches gilt für durchgearbeitete Wochenenden.

Als man als Tierarzt noch gutes Geld verdiente, und sich auch irgendwann einen ordentlich bezahlten Assistenten leisten konnte, konnte ein Tierarzt das für eine gewisse Zeit aushalten. Heutzutage ist das durch das gesunkene Einkommen aber zum Dauerzustand über viele, viele Jahre verkommen, und das hält physisch und psychisch kaum jemand aus. Die emotionale Belastung durch den ständigen Umgang mit leidenden Tieren und gestressten Besitzern ist nicht zu unterschätzen. Alkoholismus- und Burn-out Raten unter Tiermedizinern sind spektakulär hoch, und jeder praktizierende Tierarzt kann erklären, woher das kommt.

Anspruchsdenken der Tierbesitzer

Insbesondere erschwert, und hier sollten Tierbesitzer genau mitlesen, wird der Notdienst, wenn die Nacht- oder Wochenendruhe gestört wird mit Anfragen, die keine Notfälle sind. Ob es der Durchfall des Hundes seit 4 Tagen ist, der am Samstag nachmittag plötzlich als wirklich beunruhigend und lästig empfunden wird, ein Katzenbesitzer nachts um drei für eine einfache Frage anruft, die ihn plötzlich umtreibt und nicht schlafen läßt, oder ob der Notdienst einfach aufgesucht wird, um lästige Wartezeiten zu vermeiden, all dies sind gefühlte Rücksichtslosigkeiten, die den Notdienstleistenden zusätzlich belasten. Umfragen unter Notdienst leistenden Tierärzten ergeben, dass solch Verhalten zunehmend häufiger anzutreffen ist.

Während der Tierarzt früher oft durchschlafen konnte, und das Telefon nur für echte Notfälle klingelte, für die jeder Tierarzt sofort und gern aus dem Bett springt, spiegelt der Notdienst heutzutage oft mangelnden gesunden Menschenverstand, schlichte Unkenntnis über Bagatellerkrankungen, und manchmal sogar blanken Egoismus wieder. Aussagen, dass im Notdienst die Wartezeit kürzer sei, oder man ja ansonsten für den Tierarztbesuch Urlaub nehmen müsste, sind nicht dazu angetan, einen freiwilligen Nachtarbeiter aufzuheitern. Über dieselben Entwicklungen beklagen sich im übrigen auch Krankenhäuser.

Und dann für umsonst?

Was die Arbeit im Notdienst nicht leichter macht, ist dass die Zahlungsmoral häufig schlecht ist. Es wird über „Abzocke“ geschimpft, wenn es außerhalb normaler Arbeitszeiten deutlich teurer ist, und manchmal wird schlicht und einfach gar nicht gezahlt. Ohnehin scheint es wenig bekannt zu sein, dass tierärztliche Praxen kleine Betriebe sind, die ihre Unkosten wieder hereinbringen müssen, wollen sie nicht pleite gehen. Je nach Lage und Ausstattung sind die Unkosten unterschiedlich und daher nicht miteinander vergleichbar.

Bei Tierärztinnen kommt noch hinzu, dass sie sich nachts allein mit fremden Kunden nicht immer sicher fühlen. Berichte von angetrunkenen Besitzern, die laut werden oder mit Tätlichkeit drohen, wenn sie bezahlen sollen, sind zwar noch selten, kommen aber leider vor.
All das führt dazu, dass immer mehr Tierärzt/innen zu dem Schluss kommen, dass der ständige Notdienst sie kaputt macht, und es die Sache einfach nicht wert ist.

Finanzspritze zur Gesundung des Systems

Gerade Kliniken, die einen ganze Apparat mit Hilfspersonal und teuren Geräten vorhalten müssen, konnten von dem geringen Zuschlag zu Notdienstzeiten ihr Personal schon vor der konsequenten Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes kaum bezahlen oder gar alle Unkosten decken. Jetzt ist es gar nicht mehr zu finanzieren.

Zugegeben, für den Tierhalter ist eine verdoppelte Rechnung erstmal happig, dennoch ist Fakt, dass Klinikinhaber mit so einer Abrechnung noch reichlich Minus machen. Betriebswirtschaftler haben errechnet, dass eine kostendeckende Notdienstversorgung durch Angestellte nur zum 5 fachen des normalen Satzes gewährleistet werden kann.
Weil die tierärztlichen Berufsordnungen vorschreiben, dass eine Klinik einen 24/365 Notdienst gewährleisten müssen, um sich „Klinik“ nennen zu dürfen, haben inzwischen viele Kliniken ihren Status zurückgegeben. Sie haben nun reduzierte Öffnungszeiten und haben sich einen Namen gegeben, der mit keinen Auflagen gekoppelt ist - wie etwa Tiergesundheitszentrum.

All dies sind Facetten eines komplexen Systems. Gelöst werden könnte es nur durch wesentlich höhere Tarife, aber dazu müsste auch der Gesetzgeber anerkennen, dass die Tierärzteschaft inzwischen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gebracht wurde und dass es Zeit ist, die Interessen der Tierärzteschaft gleichwertig mit denen der Tierhalter zu behandeln.

Betrachtet man die jährlich steigenden Umsätze von Tierfutter- und Zubehörhandel, zeigt sich, dass Geld für Tiere da ist und dass die Gewinnmargen dieser Branche die von Tierärzten weit übersteigen. Dennoch wird der Leiter eines Zoofachhandels wesentlich seltener als Abzocker bezeichnet als ein Tierarzt im Fernsehen. Die Schere zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Realität des Tierarztberufes klafft bedrohlich weit auseinander.

Betrachten wir zum Abschluss den Notdienst eines Schlüsseldienstes. Jeder weiß, dass es richtig teuer wird, wenn man außerhalb normaler Zeiten, den Schlüssel im Haus vergessen hat und der Schlüsseldienst kommen muss. Solche Abrechnungen fürchtet jeder, aber niemand sonst hat die Kompetenz, um verschlossene Türen zu öffnen und einen aus der Kälte wieder ins Haus zu lassen. Schlüsseldienste können so abrechnen, dass sie ihre Mitarbeiter für die Nachtschichten ordentlich bezahlen können und alle weiteren Unkosten gedeckt sind.

Möglicherweise ist das Problem der deutschen Tierärzte auch einfach, dass sie nicht nur respektiert, sondern auch noch gemocht werden möchten…

Dr. med. vet. Viola Hebeler

 

Was mache ich bei einem Notfall außerhalb

der Sprechstunde? 


Notfallnummer für  Notfälle oder nur Beratung  außerhalb der Sprechzeiten:   Telefon: 09001 470948 *

(Ausserhalb der Öffnungszeiten Notfallsprechstunde nach Erreichbarkeit  Im Notdienst (außerhalb der Sprechstundenzeiten) berechnen wir einen Notdienstzuschlag )

 

Unsere Festnetznummer/Mobilnummer während der Praxiszeiten bleibt natürlich unverändert.

 

Für Anrufe im Notdienst, also außerhalb der Öffnungszeiten, haben wir eine neue Telefonnummer eingerichtet. Wir haben uns nach langen Überlegungen für eine kostenpflichtige Nummer entschieden und möchten ihnen hier gerne unsere Beweggründe dafür erläutern. Wir können natürlich gut verstehen, dass man sich ärgert, wenn ein kostenloser Dienst in Zukunft berechnet wird, aber wir sind uns sicher, dass fast jeder Tierbesitzer diesen Schritt nachvollziehen kann.

 

 Wir sind in unserer Praxis seit über fünf Jahren auch am Wochenende und Feiertagen 24 Stunden zu allen Tages- und Nachtzeiten für Notfälle erreichbar. Da wir keinen Klinikstatus beantragt haben, ist diese 24 Stunden-Bereitschaft, die wir an 340 Tagen im Jahr anbieten, freiwillig. Tierkliniken sind im Gegensatz dazu verpflichtet.

 

Die Notfälle können nicht bis Montag warten, daher ist die rund um die Uhr Notfallbereitschaft unersetzlich

 

 Es häuften sich jedoch massiv spätabends und am Wochenende Anrufe über das Notfalltelefon, bei denen auch der Anrufer ganz sicher wusste, dass es sich nicht um einen Notfall handelt und ein sofortiges Eingreifen daher nicht notwendig ist. Dieser bislang kostenlose Service wurde vielleicht von manchen Tierbesitzern gerne in Anspruch genommen, weil man am Wochenende evtl. mehr Zeit zum Telefonieren hat. Inzwischen ist nur noch etwa jeder vierte Anruf ein Notfall. Das hat leider auch zur Folge, dass echte Notfälle während des Telefonates nicht durchkommen.

Zudem ärgert es den diensthabenden Tierarzt auch, wenn dieses Angebot im Wissen, dass es sich nicht um einen Notfall handelt, in Anspruch genommen wird. Wenn man sich unsicher ist, ob man gleich oder evtl. erst am Montag eingreifen muss, ist es auf jeden Fall notwendig anzurufen, daran sollte sich nichts ändern. Allerdings hatten wir schon die seltsamsten Anrufe für gesunde Tiere bezüglich Ernährungsberatung, Zuchtberatung, welches Einstreu zu empfehlen ist und vielem mehr, bei dem jedem klar ist, dass das nicht Sinn der kostenlosen Erreichbarkeit im Notdienst ist.

 

Daher haben wir uns entschieden, dieses Notfalltelefon zwar weiter anzubieten, allerdings kostenpflichtig (1,99€ pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunktarife können abweichen). Vermutlich werden die wissentlich unnötigen Anrufe dann ausbleiben und man kann sich um die kranken Tiere kümmern, für die wir die Notfallnummer eingerichtet haben.

 

 In der Regel reichen auch ein bis zwei Minuten aus, um die Situation zu schildern. Für Tierbesitzer, denen ca. 2-4 € für das Telefonat in lebensbedrohlichen Fällen zu viel erscheinen, tun wir uns allerdings schwer Verständnis aufzubringen. Jeder weiß, wie aufwendig und kostspielig schon die artgerechte Haltung der Tiere ist. Tierbesitzer, die kostenpflichtige Rufnummern generell über ihren Telefonvertrag gesperrt haben, können diese Sperre in aller Regel kurzfristig online bei ihrer Telefongesellschaft aufheben und anschließend wieder aktivieren. Alternativ kann man jemanden im Freundes-oder Familienkreis bitten, für ihn anzurufen, um einen Termin telefonisch zu vereinbaren.

 

 Und nochmals ganz wichtig: Alle Einnahmen über die Notfallnummer werden gespendet!

Sinn der Notfallnummer ist es nicht, mehr Geld zu verdienen.

 

(* 1,99€ pro Minute aus dem dt. Festnetz. Mobilfunktarife können ggf. abweichen  Ausserhalb der Öffnungszeiten Notfallsprechstunde nach Erreichbarkeit)

 

 


  

Tierarztpraxis  Ullmann

Nibelungenstr. 17
89518 Heidenheim an der Brenz

 

Telefon: 07321 4709485

 

Bitte beachten Sie, dass außerhalb der regulären Öffnungszeiten eine Notdienstgebühr erhoben werden muss.

 

Medikamente müssen entweder per Email oder per Whatsapp 0157 38809905 vorbestellt werden,dafür brauchen Sie keinen Termin.

 

 

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